GESELLSCHAFT
DER MUSIKFREUNDE
MÜNSINGEN E.V.

|
Quantett
Johannes Kobelt
Photos:
Franziska Messner
Im
Jahre 1973 gegründet, entfaltete dieses Ensemble schon ab 1974
eine
rege Konzerttätigkeit und wurde gleich nach Berlin für
eine Fernsehaufnahme eingeladen. Bald wurden in der Schweiz auch die
ersten
LP's aufgenommen.
Es folgten weit über 1400
Konzerte
im In- und Ausland, zahlreiche Fernseh- und Radioaufnahmen, sowie LP's,
Kassetten und CD's. Zu Konzerten und Festspielen reihen sich heute auch
Privatkonzerte, Schülerkonzerte, Altersnachmittage und
Umrahmungen.
Außerdem erhielt dieses Ensemble eine Ehrengabe der Stadt
Zürich.
Es ist ein Instrumental-Ensemble
ohnegleichen,
sind es doch hervorragende, vielseitige Musiker, die mit Freude
musizieren.
Trotz heutigem Spezialistentum
haben die
Musiker den Mut, im gleichen Konzert auf zahlreichen Instrumenten zu
spielen,
und dies auf höchst professionelle Art! Dazu spielen sie eigene
Musik,
die aus verschiedenen Musikarten schöpft. Ein wenig traditionell -
ein wenig frech, mitreissend, besinnlich, humorvoll ..... quantettisch!
Die Kompositionen sind ganz auf
die Musiker Katharina
Kobelt, Adrian Bodmer und Johannes
Kobelt und die Instrumente zugeschnitten und wurden während
zwei
Jahren in unzähligen Proben bis ins letzte Detail sorgfältig
erarbeitet.
Das klingende
Instrumentenmuseum
Im Programm
des Abends in Hohenstein-Oberstetten erklingen bekannte und unbekannte,
rare und kuriose Instrumente, die man in dieser Erlesenheit und
Ansammlung
nirgendwo zu hören bekommt. Solche herrlichen Exemplare
verschwinden
in Privatsammlungen oder Museen und sind zum Schweigen verurteilt. Das Instrumentarium
des Quantetts reicht bis in das Jahr 1580 zurück und ist exzellent
erhalten. Der Ton dieser Instrumente ist unbeschreiblich seelenvoll.
Katharina
Kobelt
Violine,
Tanzmeistergeige,
Trichtervioline, Prim-Domra, Concertina, Sopranissimo-Aeola
Stammt aus einer
Handwerkerfamilie und
spielte schon als Kind Violine. Mit ihrem Vater am Akkordeon übte
sie sich schon früh im Stegreif-Spielen. In den ersten
Unterrichtsjahren
wurde sie neben der klassischen Musik von ihrer ersten Violinlehrerin
auch
in osteuropäischer Musik gefördert.
Lehr- und Solistendiplom am
Konservatorium
in Winterthur bei der Violinpädagogin Aida Stucki, die auch die
berühmte
Geigerin Anne-Sophie Mutter ausbildete.
Weitere Studien bei Georg Janzer
(Végh-Quartett)
und Michail Ignátieff (russicher Balalaika-Virtuose). Spielte
als
Solistin u. a. Konzerte von Mozart, Bruch, Vivaldi, Beethoven,
Tschaikowsky,
Bach ... Solistische und kammermusikalische Tätigkeiten im In- und
Ausland, bis zur Gründung des "Quantetts".
Besondere Eigenschaften:
großes
Einfühlungsvermögen in verschiedene Musikarten, seelenvolles
Spiel auf ihrer unvergleichlichen Guarneri-Geige.
Adrian
Bodmer
Vier
Gitarren, Kontrabass-Balalaika,
Alt-Balalaika, Bass-Saxophon, Bandoneon, Bass-Aeola
Erlernte
zuerst den
Beruf des Kirchenorgelbauer und wurde Spezialist für das Stimmen
von
diesen Instrumenten. Er befasste sich ausgiebig mit Jazz, spielte in
zahlreichen
Jazzorchestern, u. a. auch in einer Jam-Session mit Jimmy Woode, dem
Bassisten
des legendären Duke-Elligton-Orchesters.
Auf einer
zweijährigen
Weltreise durch fast alle Kontinente befasste er sich mit vielen
Musikarten
- von indonesischer Gamelanmusik bis zu den Wurzeln des Sambas. Nach
seiner
Rückkehr führten ihn die musikalischen Erfahrungen vor und
während
der Reise zur klassischen Musik.
Gitarrenstudium
bei
Dominique Starck, Kammermusikstudium bei Johannes Kobelt,
Saxophonstudium
bei Urs Schoch, Kontrabass-Balalaikastudium bei Michail
Ignátieff,
um nur einen kleinen Teil seiner Ausbildungen zu nennen.
Besondere
Eigenschaften:
Beherrschen der Jazzimprovisationen, exzellenter Rhythmiker, spezielles
Gespür für Harmonik, begabter Kammermusiker.
Johannes
Kobelt
Violoncello,
Cellöli,
Kontrabass, Phono-Fiddle, Bass-Domra, zwei Klarinetten,
Sopran-Saxophon,
Mini-Concertina
Stammt aus einer Musikerfamilie,
wo das
Musizieren schon vor der Primarschule zum täglichen Vergnügen
gehörte.
Obwohl der Vater Kirchenmusiker
war und
die Mutter Violonistin, wurden im Elternhaus alle möglichen Arten
von Musik gespielt.
Cellodiplom bei Claude Starck am
Konservatorium
Zürich mit weiteren Studien bei Eva Czako (Grumiaux-Trio) und
Georg
Janzer (Végh-Quartett). Studien auf Klarinette, Posaune, Cymbal
und Kontrabass.
Vor der Gründung des
QUANTETT JOHANNES
KOBELT: Solocellist im Kölner Kammerorchester mit Konzerttourneen
und Schallplattenaufnahmen unter Mitwirkung von Maria Stader. Mitglied
des Tonhalleorchesters Zürich. Leiter verschiedener
Jazz-Formationen.
"The coolest prize for the hottest band" und ein Solistenpreis für
Klarinette am internationalen Jazzfestival in Zürich.
Schreibt fast alle Kompositionen
für
das "Quantett".
Besondere Eigenschaften:
ausgesprochen
vielseitiger Instrumentalist und Komponist. Treibende Kraft oder wie
man
so schön sagt: Motor des Ensembles.
Das Instrumentarium
| Violine, Petrus
Guarnerius, Italien
1707 |
Tanzmeistergeige,
Frankreich ca.
1750 |
| Violoncello, Joseph
Guarnerius,
Italien 1717 |
Bandoneon, original
A. Arnold,
Deutschland ca. 1930 |
| Kontrabass, Mattio
Goffriller,
Italien ca. 1690 |
Concertina, C.
Wheatstone, England
1936 |
| Gitarre,
Sellas-Schule, Italien
ca. 1580 |
Mini-Concertina, C.
Wheatstone,
England 1924 |
| Gitarre Joseph
Rocca, Italien 1859 |
Sopranissimo-Aeola,
C. Wheatstone,
England 1940 |
| Gitarre, Spanien,
letztes Jahrhundert |
Bass-Aeola, C.
Wheatstone, England
1929 |
| Gitarre, original
Django Reinhardt,
ca. 1940 |
Trichter-Violine,
England, um 1900 |
| Kontrabass-Balalaika,
Russland,
19. Jahrhundert |
Phono-Fiddle,
England, um 1900 |
| Alt-Balalaika, I.
A. Süsin,
Russland, ca. 1910 |
Bass-Saxophon,
Selmer, Frankreich
1990 |
| Prim-Domra, I. A.
Süsin, Russland,
ca. 1900 |
Sopran-Saxophon,
Amerika, um 1900 |
| Bass-Domra, I. A.
Süsin, Russland,
ca. 1890 |
B-Klarinette,
Buffet, Frankreich
ca. 1977 |
| Cellöli, M.
Deconet, Italien
1795 |
Es-Klarinette,
Astor, England ca.
1780 |
Eintrittskarten
zu 18 DM
für Erwachsene
und 10 DM für Schüler und Nichtverdienende gibt es im
Vorverkauf beim Bürgermeisteramt Hohenstein (Telefon 0 73 87 / 98
70-0) und an der Konzertkasse, die 1/2
Stunde
vor Konzertbeginn öffnet. Mitglieder erhalten die
übliche
Ermäßigung. |