GESELLSCHAFT 
DER MUSIKFREUNDE
MÜNSINGEN E.V.



Konzerte 2000

Klaviertrio Jablokov-Hahn-Rozum



Die drei Künstler Alexander Jablokov (Violine), Klaus-Peter Hahn (Violoncello) und Yuri A. Rozum (Klavier), alle mit reicher solistischer und kammermusikalischer Erfahrung, haben sich zum Klaviertrio zusammengeschlossen. Damit setzt Klaus-Peter Hahn seine 1968 mit dem Stuttgarter Klaviertrio begonnene Tradition im Klaviertrio-Spiel fort und ebenso Alexander Jablokov nimmt seine Tätigkeit als Kammermusiker wieder auf. Auch Yuri A. Rozum konzertiert seit Jahren mit Klaus-Peter Hahn im Duo. Das Trio widmet sich neben der internationalen besonders der russischen und osteuropäischen Klaviertrio-Literatur. 

Im Münsinger Konzert kommen Werke von Beethoven, Schostakowitsch und Tschaikowsky zur Aufführung. Interessiert Sie das detaillierte Programm, so klicken Sie hier.


Alexander Jablokov entstammt einer Familie mit musikalischer Tradition aus Alma-Ata. Nach Abschluß der musikalischen Grund- und Mittelschulausbildung setzte er seine Studien am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau bei Prof. Olga Kaverzneva, einer Schülerin David Oistrachs, fort. Außerdem widmete er sich dem Quartett-Spiel unter der Leitung von Andrej Shishlow, dem Primarius des Schostakowitsch-Quartetts.

Seit 1981 ist Alexander Jablokov in der Slowakei tätig. Bis 1988 war er Mitglied der Slowakischen Philharmonie, widmete sich aber bereits zu dieser Zeit intensiv der solistischen Tätigkeit und der Kammermusik. Zusammen mit bekannten Orchestern (Slowakische Philharmonie, Cappella Istropolitana u.a.) stellte er sich solistisch in Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, den USA und Kanada vor.

Von 1989 bis 1993 war er Primarius des Travnicek-Quartetts, mit dem er ebenso zahlreiche Auslandstourneen unternahm (Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, USA, Japan u.a.). Des Weiteren wurde das Quartett zu zahlreichen Festivals, wie u.a. zu den Europäischen Festwochen nach Passau, zum Mahler-Festival nach Toblach (Italien), zu den Salzburger Festspielen und zum Carinthischen Sommer nach Österreich eingeladen.

Mit CD-Firmen wie Koch International, Naxos und EMI arbeitet er solistisch und kammermusikalisch zusammen.


Der Cellist und Dirigent Klaus-Peter Hahn studierte in Stuttgart bei Ludwig Hoelscher Violoncello,  außerdem nahm er an Kursen bei Pierre Fournier und Paul Tortelier teil. Bei Hans Grischkat lernte er das Dirigieren und hatte Unterricht bei Thomas Ungar.

Seit der Gründung des Stuttgarter Klaviertrios im Jahre 1968 gehörte Klaus-Peter Hahn diesem Ensemble bis 1981 an. Er errang mit ihm zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben (u.a. Mendelssohn-Preis, Berlin; ARD-Preis, München) und bereiste immer wieder die USA, Kanada, Mittel- und Südamerika, Australien, Fernost, Südafrika u.a.

Neben der Konzerttätigkeit mit diesem Kammermusik-Ensemble, den Rundfunkaufnahmen, Fernsehauftritten und Schallplattenproduktionen trat Klaus-Peter Hahn mit den namhaftesten Orchestern als Solist auf, u.a. mit dem Montreal Symphony Orchestra, dem Sydney Symphony Orchestra, dem Symphonie-Orchester des Bayrischen Rundfunks unter Ilahu lnbal, dem Radio-Symphonie-Orchester Berlin, dem Rundfunkorchester Bratislava u.v.a.

1981 übernahm er zu seiner solistischen Tätigkeit die Leitung des französischen Kammerorchesters LES SOLISTES DE MARSEILLE.

Von 1987 - 1991 war er Leiter des Kurpfälzischen Kammerorchesters, mit dem er neben Konzertauftritten auch Rundfunk- und CD-Aufnahmen produzierte. 

Seit 1991 dirigierte Klaus-Peter Hahn das Kammerorchester LES SOLISTES DE BOURGOGNE und konzertiert mit diesem Ensemble auch als Solist. 1993 erweiterte er dieses Orchester mit einem vielbeachteten Debut zur SINFONIA FRANCO-ALLEMANDE. Da die Musiker inzwischen aus verschiedenen europäischen Ländern stammen, trägt das Orchester jetzt den Namen CAMERATA EUROPEANA.

1992 hat Klaus-Peter Hahn bei Mediaphon die Suiten für Violoncello solo von J.S. Bach auf CD eingespielt.

Seit 1994 arbeitet Klaus-Peter Hahn mit dem Staatlichen Radio- und Fernseh-Sinfonieorchester Moskau und mit der Philharmonie Sofia. Die ersten CDs mit diesem Orchester unter seiner Leitung sind 1996 erschienen. 1996 und 1998 macht er Deutschlandtourneen mit diesem Orchester und 1997 eine solche mit der Philharmonie Sofia.

1998 wurde Klaus-Peter Hahn zum Ständigen Gastdirigenten des Staatlichen Radio- und Fernseh-Sinfonieorchesters Moskau ernannt.


Yuri A. Rozum wurde in Moskau geboren. Seine Eltern waren beide sehr bekannte Musiker. Vom Verständnis seiner Familie getragen, hatte Yuri Rozum ideale Voraussetzungen für den Start in eine musikalische Laufbahn.

Mit einem ersten Platz beim Aufnahme-Wettbewerb am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium begann er sein Studium bei den Professoren J. Malinin und L. Naumow, beide ihrerseits Schüler und Assistenten des legendären Heinrich Neuhaus.

Yuri Rozum galt als einer der talentiertesten und vielversprechendsten Studenten und sollte 1975 zum Queen Elizabeth Klavier-Wettbewerb nach Brüssel reisen. Religiöse und politische Gründe waren jedoch ausschlaggebend, daß die zuständigen sowjetischen Behörden die Ausreisegenehmigung verweigerten. Erst fünf Jahre später durfte Yuri Rozum erstmals im Ausland konzertieren.

1979 - Preisträger des 2. internationalen Wettbewerbs der Königin Sofia in Madrid.
1980 - 1. Preis in Barcelona 'Maria Canals', Goldmedaille sowie Sonderpreis für die beste Darbietung spanischer Musik.
1984 - 2. Preis des 17. internationalen Wettbewerbs in Montreal. Er gewann die Goldmedaille des internationalen Festivals 'Laureate Days' in Pleven (Bulgarien) und einen Sonderpreis für den besten Vortrag japanischer Musik beim 2. internationalen Musikwettbewerb in Japan. 

Seit 1991 ist Yuri Rozum Sollst an der Moskauer Staatsphilharmonie. Er konzertierte seither mit vielen berühmten Orchestern und als Solist in ganz Europa, Nordamerika, Japan und Australien. Überall wurde und wird er vom Publikum begeistert aufgenommen und gefeiert. 


Karten gibt es an der Konzertkasse, die 1/2 Stunde vor Konzertbeginn öffnet. Mitglieder erhalten die übliche Ermäßigung.
Hermann Bohn
Letzte Änderung: 06.02.2000