GESELLSCHAFT
DER MUSIKFREUNDE
MÜNSINGEN E.V.
|
Susanne
Grützmacher und Alfred
Gross
Susanne
Grützmacher, Barockoboe
Susanne
Grützmacher wurde in Tübingen geboren
und erhielt dort ihren ersten Oboenunterricht im Alter von 10 Jahren.
Frühe Erfolge wie erste Preise im Bundeswettbewerb „Jugend
musiziert“ und im internationalen Rundfunkwettbewerb „Concertino Praga“
ermöglichten ihr etliche solistische Auftritte im In- und Ausland.
Nach Abschluss des Oboestudiums an der staatlichen Hochschule für
Musik Stuttgart bei Prof. Ingo Goritzki wandte sie sich ganz der
historischen Aufführungspraxis zu, und es folgte ein
3-jähriges Studium der historischen Oboen bei Alfredo Bernardini
am „Sweelinck Conservatorium“ Amsterdam.
Seither hat Susanne
Grützmacher mit vielen verschiedenen Ensembles für
Alte Musik
aus den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Italien (wie „La
Stagione Frankfurt“, „Amsterdam Baroque Orchestra“, „Wiener Akademie“,
„Academia Montis Regalis“ und vielen anderen) zusammengearbeitet und
ist bei internationalen Festivals aufgetreten. Mit dem Kammerensemble
„Wondrous machine“ und Max van Egmont spielte sie 2002 bei Stradivarius
Kammerkantaten von Telemann ein.
2004 ist sie außerdem Mitbegründerin des Mailänder
Ensembles „Silete Venti !“, das sich die Aufführung und
Einspielung barocker und klassischer Bläsermusik zur Aufgabe macht
(und als Oboenband schon auf verschiedenen Festivals für Alte
Musik präsent war).
2004 war Susanne
Grützmacher einzige Preisträgerin für
Barockoboe beim internationalen Händelwettbewerb Halle.
Alfred
Gross, Cembalo
Alfred
Gross konzertiert mit einem von der Renaissance bis zur Wiener
Klassik
um 1800 reichenden Repertoire als Cembalist, Fortepiano- und
Clavichordspieler.
Umfangreiche Studien zur Spieltechnik der "clavierten Instrumente" sind
dabei ein wichtiger Bestandteil seines Interpretationsansatzes, der die
Einheit von Komposition und Instrument der entsprechenden Zeit
wiederherstellen
möchte.
Seine ausgedehnte solistischen und kammermusikalische
Konzerttätigkeit
ist in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentiert.
Aufgrund einer besonderen Liebe zum Clavichord gehörte Alfred
Gross
zu den Initiatoren der 1993 neu gegründeten Deutschen
Clavichord Societät (DCS) und war bis 1999 deren
Präsident.
Konzerte führten ihn in den vergangenen Jahren in zahlreiche
europäische
Länder, u.a. mit Soloabenden auf dem belgischen Festival für
historische Tasteninstrumente "Antverpiano" und dem Genfer
Cembalofestival
1995, den sommerlichen Musiktagen Hitzacker und den Barockfestspielen
Bad
Arolsen. Er gastierte bei dem Festival Rheinischer Frühling, dem
Bodenseefestival,
bei der Greifswalder Bachwoche und den Friedenauer Kammerkonzerten in
Berlin.
Dazu kamen Einladungen zu Konzerten auf wichtigen Originalinstrumenten
in Museen wie Stuttgart, Hamburg, München, Berlin, Leipzig und im
Mozartmuseum Bertramka in Prag. Im Bachjahr 2000 führte Alfred
Gross in 15 Konzerten das Bachsche Cembalowerk zyklisch auf, im
Rahmen
des Symposiums „Wohltemperiertes Klavier“spielte er im Herbst 2000 ein
Clavichordkonzert im Schloß Köthen, wo Bach das Werk
komponiert
hat.
Für die "Süddeutsche Kammeroper Ulm" leitete Alfred Gross
zahlreiche
Produktionen barocker und frühklassischer Bühnenwerke wie
Händels
"Acis und Galthea", Pepuschs "Beggars Opera", Hasses "Larinda e
Vanesio",
Stradellas "Moro per l’amore" und Haydns "Lo Speziale". Diese
Erfahrungen
liessen ihn das Projekt "Alte Oper Reutlingen" in’s Leben rufen, das im
April 2002 mit Hasses "La contadina" seine erste Inszenierung
überaus
erfolgreich vorstellte. Im Juli 2003 erlebte das Werk im Stuttgarter
Wilhelma-Theater
seine erfolgreiche Wiederaufnahme.
Mit dem Nachbau eines im British Museum befindlichen Clavicytheriums
von
1480 fügt Alfred
Gross seit 2003 seinem Repertoire die
früheste
Tastenmusik des 14. und 15. Jahrhunderts hinzu.
Der italienische Codex Faenza, das Buxheimer Orgelbuch und die
Tabulaturen
des Jan von Lublin oder Leonhard Kleber erklingen auf dem mit
Darmsaiten
bespannten Tasteninstrument in ihrer ganzen Klangfülle und
Vitalität.
|
|
|