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DER MUSIKFREUNDE
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Pressestimmen
Moonlight Swing Orchestra


 vom 26. Januar 2009


Beschwingter Sound und tolle Soli
Gesellschaft der Musikfreunde holt das "Moonlight Swing Orchestra" in die Zehntscheuer


Sängerin Ulrike Kern überzeugte beim Auftritt des "Moonlight Swing Orchestra" in der Münsinger Zehntscheuer mit ihrer einfühlsamen Stimme.
Foto: Sabine Herder

In der Münsinger Zehntscheuer weckte das "Moonlight Swing Orchestra" am Samstag Begeisterung bei über 120 Musikfreunden: Swingender Big-Band-Sound und tolle Soli entlockten den Gästen oft spontan Beifall.
SABINE HERDER

MÜNSINGEN. Der swingende Sound des 15 Musiker starken Ensembles hätte am Samstag durchaus auch zum Tanzen animiert - wenn nur bei vollem Haus genügend Platz dafür verblieben wäre. In Zeiten "lange vor MP3-Playern und Dieter Bohlen" galt der Swing als Tanzmusik par excellence. Indes konzentrierten sich die Gäste in der Zehntscheuer mehr aufs Hören: Das "Moonlight Swing Orchestra" unter Bandleader Gerhard Füger ließ die schönsten Titel aus der Swing-Geschichte in mitreißend perfekter Weise wieder aufleben.
 
Rund zwei Stunden begleiteten die überwiegend älteren Gäste das "Moonlight Swing Orchestra" auf seiner "Zeitreise durch die Ära des Swing".
 
Große Namen aus Ballroom- und Bigband-Zeiten wie etwa Glenn Miller, Count Basie, Duke Ellington, Benny Goodman oder Gene Krupa sind den Älteren noch ein Begriff, die swingenden und jazzigen Melodien noch immer gern gehörte Stücke. Den berühmten Songs jener Zeit lieh Sängerin Ulrike Kern ihre ebenso einfühlsame wie sichere Stimme.
 
Wegweisend für den Abend überzeugte das Ensemble gleich mit den ersten beiden Stücken: "Sun Valley Jump" und "King Porter Stomp" glänzten mit swingendem Temporeichtum, perfektem Zusammenspiel und auch bereits den ersten Solo-Parts: Stefan Klink an der Trompete erwies sich im Verlauf des Abends immer wieder als Virtuose an seinem Instrument, aber auch Klarinette (Bruno Lehmann) und Gitarre (Alain Sarraf) erhielten bereits im zweiten Stück spontanen Applaus aus dem Saal.
Die Begeisterung aus dem Publikum wie auch die virtuose Spielfreude des Orchesters zog sich durch den gesamten Konzertabend. Die Musiker wussten nicht nur mit temporeichen Titeln wie Glenn Millers "In the Mood" oder "Mr. Anthonys Boogie" zu überzeugen, sondern nahmen die Gäste auch ebenso einfühlsam mit auf die "Sentimental Journey" und zur "Moonlight Serenade".
 
Perfekt dargebrachte Soli der unterschiedlichsten Instrumente ließen die Swingfreunde in der Zehntscheuer immer wieder aufhorchen: Ob Bandleader Füger am Saxophon, Stefan Klink an der Trompete, Bruno Lehmann an der Klarinette oder Hardy Röller mit der "mächtig tiefen Stimme" des Bariton-Saxophons: Die Leistung der Musiker wurde regelmäßig mit Applaus und begeisterten Pfiffen aus dem Publikum belohnt.
 
Nach der Pause überzeugte das "Moonlight Swing Orchestra", inzwischen gut aufgewärmt und der Jackets entledigt, unter anderem mit "Splanky" in starkem Bigband-Sound und super Zusammenwirken von Trompeten und Posaunen, gefolgt von einem fetzigen, rocknroll-lastigen Boogie, der direkt in Blut und Beine ging. Auf der "Sentimental Journey" glänzte vor allem Sängerin Ulrike Kern mit ihrer einfühlsamen Stimme, und der Titel "Thunderbird" bot Barisax-Spieler Hardy Röller nochmals Gelegenheit, in die tiefsten Saxophon-Regionen zu tauchen. Mega-Applaus gab es aber vor allem für Glenn Millers Klassiker "In the Mood", von der Band mit musikalischer Spannung und perfektem Tempo gespielt.
 
Unisono und in perfektem Einklang mit den Vätern des Swings glänzte das gesamte Orchester nochmals in der Zugabe "Hey Babariba", und zur Freude von Publikum und sogar Musikerkollegen durfte Schlagzeuger Andy Morlok im allerletzten Stück noch einmal richtig wirbeln. Zum Konzert eingeladen hatten die Musikfreunde Münsingen, die Gäste wurden dabei bewirtet vom Förderverein Bürgerhaus in der Zehntscheuer.


 vom 27. Januar 2009
KULTUR

Big Band – »Moonlight Orchestra« begeistert das Publikum in der Münsinger Zehntscheuer mit seinem Sound 

Swing-Rhythmus, der in die Beine geht

MÜNSINGEN. Intensiv zauberte das »Moonlight Orchestra« gleich zu Beginn seines hinreißenden Konzerts den legendären Sound einer Glenn Miller-, Benny Goodman-, Count Basie- Big Band in die Zehntscheuer. Dieser außergewöhnliche Abend der Gesellschaft der Musikfreunde Münsingen kam in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Bürgerhaus in der Zehntscheuer zustande.   

Mit ihrem besonderen Sound faszinierte die Combo: sie präsentierte perfekt die Klassiker der swingenden Big Bands der dreißiger, vierziger Jahre. Dabei traten im Arrangement die einzelnen »leads«, sensibel von der »front line« und den »side men« unterstützt, ganz selbstverständlich höchst virtuos in den Mittelpunkt des Geschehens.

»Sahnehäubchen« und »I-Tüpfelchen« nannte der moderierende Tenorsaxofonist Ulf Schreiner die Sängerin Ulrike Kern, die mit flexibel weicher Tongestaltung an ihr großes Vorbild Ella Fitzgerald erinnerte (A Tisket A Tasket). Für das Klangvolumen der 15 Mann starken Band war der große Saal der Zehntscheuer fast zu klein; andererseits entstand in der Intimität des zu kleinen akustischen Raumes der Eindruck, einer riesigen Big Band zuzuhören.

Bandleader Gerhard Füger hatte mit feinem Gespür für sein Münsinger Publikum ein nostalgisches Programm mit Stücken der Swing-Ära zusammengestellt. Man konnte Glenn Millers »Sun Valley Jump«, seiner »Moonlight Serenade« und vor allem »In the Mood« genauso begeistert applaudieren wie etwa Benny Goodmans »Lets dance«.
Dabei konnte man faszinierend differenzierte Arrangements erleben. Brass Section (Andreas Geiger, Stefan Klink und Holger Bär, Trompete, Achim Olbrich, Rudi Braun und Thomas Becker, Posaune), Reed Section (Bruno Lehmann Saxofone, Klarinette, Gerhard Füger, Ulf Schreiner und Hardy Röller, Saxofone) und Rhythmusgruppe (Andy Morlok, Schlagzeug, Karl-Heinz Wallner, Kontrabass, Michael Friedinger, Klavier und Alain Sarraf, Gitarre) wurden einander präzise gegenübergestellt.

Das Auftreten des Ensembles war auch traditionsgemäß auf Showwirkung bedacht: Die Brass Section etwa hatte sich eine wahre Choreografie mit ihren glänzenden schwingenden, swingenden Instrumenten für die Gestaltung des nostalgischen Hits »In the Mood« ausgedacht.

Mit einheitlich schwarzen Anzügen saßen sie hinter glitzernd beschrifteten Notenpulten. Gerhard Füger hob sich als Leader durch sein strahlend weißes Dinnerjacket hervor und nicht nur damit zeigte er, dass er es ist, der den aufgestellten Arrangements die individuelle Prägung des Moonlight Orchestra verleiht. Die Musiker gaben sich froh gelaunt swingend und forderten auch zu Beginn ihr Publikum auf, ein Gleiches zu tun, ja mehr noch, ungezwungen das Tanzbein zu schwingen, wenn der Swing-Rhythmus in die Beine geht. Das Publikum ging begeistert mit, allerdings bis zum Tanzbeinschwingen ist es dann doch nicht gekommen wohl aus Platzmangel in der berstend gefüllten Münsinger Zehntscheuer. (elk)
http://www.gdm-muensingen.de/konzerte2009/090124_presse.htm
© Hermann Bohn, Fotos: Sabine Herder
Letzte Änderung: 27.01.2009