GESELLSCHAFT
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Gesellschaft der Musikfreunde holt das "Moonlight Swing Orchestra" in die Zehntscheuer ![]() Sängerin Ulrike Kern überzeugte beim Auftritt des "Moonlight Swing Orchestra" in der Münsinger Zehntscheuer mit ihrer einfühlsamen Stimme. Foto: Sabine Herder
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Big Band – »Moonlight Orchestra« begeistert das Publikum in der Münsinger Zehntscheuer mit seinem Sound Swing-Rhythmus, der in die Beine geht
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| MÜNSINGEN. Intensiv zauberte
das »Moonlight Orchestra« gleich zu Beginn seines
hinreißenden Konzerts den legendären Sound einer Glenn
Miller-, Benny Goodman-, Count Basie- Big Band in die Zehntscheuer.
Dieser außergewöhnliche Abend der Gesellschaft der
Musikfreunde Münsingen kam in Zusammenarbeit mit dem
Förderverein Bürgerhaus in der Zehntscheuer
zustande. Mit ihrem besonderen Sound faszinierte die Combo: sie präsentierte perfekt die Klassiker der swingenden Big Bands der dreißiger, vierziger Jahre. Dabei traten im Arrangement die einzelnen »leads«, sensibel von der »front line« und den »side men« unterstützt, ganz selbstverständlich höchst virtuos in den Mittelpunkt des Geschehens. »Sahnehäubchen« und »I-Tüpfelchen« nannte der moderierende Tenorsaxofonist Ulf Schreiner die Sängerin Ulrike Kern, die mit flexibel weicher Tongestaltung an ihr großes Vorbild Ella Fitzgerald erinnerte (A Tisket A Tasket). Für das Klangvolumen der 15 Mann starken Band war der große Saal der Zehntscheuer fast zu klein; andererseits entstand in der Intimität des zu kleinen akustischen Raumes der Eindruck, einer riesigen Big Band zuzuhören. Bandleader Gerhard Füger hatte mit feinem Gespür für sein Münsinger Publikum ein nostalgisches Programm mit Stücken der Swing-Ära zusammengestellt. Man konnte Glenn Millers »Sun Valley Jump«, seiner »Moonlight Serenade« und vor allem »In the Mood« genauso begeistert applaudieren wie etwa Benny Goodmans »Lets dance«. |
Dabei konnte man
faszinierend differenzierte Arrangements erleben.
Brass Section (Andreas Geiger, Stefan Klink und Holger Bär,
Trompete,
Achim Olbrich, Rudi Braun und Thomas Becker, Posaune), Reed Section
(Bruno Lehmann Saxofone, Klarinette, Gerhard Füger, Ulf Schreiner
und
Hardy Röller, Saxofone) und Rhythmusgruppe (Andy Morlok,
Schlagzeug,
Karl-Heinz Wallner, Kontrabass, Michael Friedinger, Klavier und Alain
Sarraf, Gitarre) wurden einander präzise gegenübergestellt.
Das Auftreten des Ensembles war auch traditionsgemäß auf Showwirkung bedacht: Die Brass Section etwa hatte sich eine wahre Choreografie mit ihren glänzenden schwingenden, swingenden Instrumenten für die Gestaltung des nostalgischen Hits »In the Mood« ausgedacht. Mit einheitlich schwarzen Anzügen saßen sie hinter glitzernd beschrifteten Notenpulten. Gerhard Füger hob sich als Leader durch sein strahlend weißes Dinnerjacket hervor und nicht nur damit zeigte er, dass er es ist, der den aufgestellten Arrangements die individuelle Prägung des Moonlight Orchestra verleiht. Die Musiker gaben sich froh gelaunt swingend und forderten auch zu Beginn ihr Publikum auf, ein Gleiches zu tun, ja mehr noch, ungezwungen das Tanzbein zu schwingen, wenn der Swing-Rhythmus in die Beine geht. Das Publikum ging begeistert mit, allerdings bis zum Tanzbeinschwingen ist es dann doch nicht gekommen wohl aus Platzmangel in der berstend gefüllten Münsinger Zehntscheuer. (elk) |
| http://www.gdm-muensingen.de/konzerte2009/090124_presse.htm
© Hermann Bohn, Fotos: Sabine Herder Letzte Änderung: 27.01.2009 |