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Pressestimmen
Quint Olé - Konzert für Kinder


 vom 13. Juni 2009
RUNDSCHAU VON DER ALB

Ente gut, dann ist alles gut
Bläserquintett "Quint Olé" gibt Kinderkonzert in Münsinger Zehntscheuer


In der Münsinger Zehntscheuer erzählte "Quint Olé" gestern Vormittag die Geschichte der Ente, die eine gefeierte Broadway-Tänzerin wird. Foto: Maria Bloching

Eine Expedition in die Welt der Musik bot gestern Vormittag das Bläserquintett "Quint Olé" in der Zehntscheuer. "Opus Number Zoo - oder: Ente gut, alles gut" stand für 240 Schulkinder auf dem Programm."
MARIA BLOCHING
MÜNSINGEN. Verstehen konnte man sie schon, die Ente Josephine, die auch einmal etwas anderes erleben wollte, als sich immer nur vom Wolf fressen zu lassen. Denn bei jeder Darbietung der musikalischen Geschichte "Peter und der Wolf" landete sie am Ende im Wolfsmagen, während es für alle anderen ein Happy-End gab.
 
Schluss damit - die Ente hatte darauf keine Lust mehr. Also entschloss sie sich zur Rebellion und stieg bei der 101millionsten Aufführung auf ungeheuerliche Weise aus. Auch Erzählerin Katherina Wolter erlebte zum ersten Mal, wie die Ente sich gegen ihre stetige Verspeisung wehrte, verstehen konnte sie das natürlich ebenfalls. Doch zunächst einmal machte sie sich über den Traum der Ente mit den Watschelfüßen lustig: Wie soll denn das gehen, dass eine Ente Balletttänzerin wird? Aber sehr schnell erkannte sie die Fähigkeiten von Josephine und machte sich gemeinsam mit ihr auf, ein Abenteuer zu erleben und einen großen Traum zu verwirklichen - endlich einmal am Broadway zu tanzen. Die begeisterten Kinder wurden auf eine spannende Reise mitgenommen, sie erlebten eine humoristische Expedition ins musikalische Tierreich und wurden auf spielerische Art und Weise an klassische Musik herangeführt. Scheinbar ganz nebenbei erfuhren die jungen Zuschauer, wie wichtig es ist, eine gute Freundin zu haben, die vom Ententeich bis zum Broadway treu zur Seite steht.
Durch die grandiose Choreographie der Tänzerin Katharina Leitheiser erhielt die Ente Gestalt und Ausdruck, wundervoll und äußerst grazil machte sie den inneren Wandel von der naiven Watschelente zur gefeierten Broadwaytänzerin nach außen sichtbar. Die Reise führte die beiden durch Europa, den Urwald und über den großen Teich bis nach Hollywood, bevor sie an ihr Ziel New York kamen.
 
Die Musiker von "Quint Olé" untermalten das Geschehen mit klassischen und modernen Musikstücken aus L. Berios "Opus Number Zoo", Sherman/Köhlers "Das Dschungelbuch", J.H. Mancinis "Pink Panther", N. Rimsky-Korsakows "Der Hummelflug" und natürlich auch aus S. Prokofieffs "Peter und der Wolf". Zu jeder Zeit waren sie in das Stück integriert, sie imitierten Tiere des Dschungels und ließen sie durch ihr Spiel bedrohlich wirken, sie sorgten für aufbrausende Winde auf hoher See und brachten dadurch das Schiff mächtig ins Wanken. Gleichzeitig forderten sie auch immer wieder die von der Handlung gebannten Kinder auf, sie zu unterstützen und bezogen sie aktiv in das Geschehen mit ein. So durften sie auch hautnah die Begegnung mit Pink Panther in New York miterleben, sie schnipsten mit den Fingern und gaben der berühmten schwarzen Katze so den perfekten Takt für ihren Tanz vor. Freilich eroberte Josephine mit ihren Auftritten am Broadway im Sturm die Herzen des Publikums, ebenso wie sie sich in Münsingen der Begeisterung ihrer kleinen Zuschauer sicher sein konnte.
 
Mit großem Applaus, lauten Pfiffen und Jubelschreien wurden nicht nur die beiden Schauspiel- und Tanzakteurinnen auf der Bühne belohnt, sondern auch das mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott besetzte Quintett, das für einen wahren Hörgenuss und ein umfassendes Kunsterlebnis sorgte. Veranstalter war die Gesellschaft der Musikfreunde Münsingen.

http://www.gdm-muensingen.de/konzerte2009/090612_presse.htm
© Hermann Bohn,
Letzte Änderung: 15.06.2009