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Eine
Expedition in die Welt der
Musik bot gestern Vormittag das Bläserquintett "Quint Olé"
in der
Zehntscheuer. "Opus Number Zoo - oder: Ente gut, alles gut" stand
für
240 Schulkinder auf dem Programm."
MARIA
BLOCHING
MÜNSINGEN.
Verstehen konnte man sie schon, die Ente Josephine, die auch einmal
etwas anderes erleben wollte, als sich immer nur vom Wolf fressen zu
lassen. Denn bei jeder Darbietung der musikalischen Geschichte "Peter
und der Wolf" landete sie am Ende im Wolfsmagen, während es
für alle anderen ein Happy-End gab.
Schluss damit - die Ente hatte darauf keine Lust mehr. Also entschloss
sie sich zur Rebellion und stieg bei der 101millionsten Aufführung
auf ungeheuerliche Weise aus. Auch Erzählerin Katherina Wolter
erlebte zum ersten Mal, wie die Ente sich gegen ihre stetige
Verspeisung wehrte, verstehen konnte sie das natürlich ebenfalls.
Doch zunächst einmal machte sie sich über den Traum der Ente
mit den Watschelfüßen lustig: Wie soll denn das gehen, dass
eine Ente Balletttänzerin wird? Aber sehr schnell erkannte sie die
Fähigkeiten von Josephine und machte sich gemeinsam mit ihr auf,
ein Abenteuer zu erleben und einen großen Traum zu verwirklichen
- endlich einmal am Broadway zu tanzen. Die begeisterten Kinder wurden
auf eine spannende Reise mitgenommen, sie erlebten eine humoristische
Expedition ins musikalische Tierreich und wurden auf spielerische Art
und Weise an klassische Musik herangeführt. Scheinbar ganz
nebenbei erfuhren die jungen Zuschauer, wie wichtig es ist, eine gute
Freundin zu haben, die vom Ententeich bis zum Broadway treu zur Seite
steht.
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Durch die grandiose Choreographie
der Tänzerin Katharina Leitheiser erhielt die Ente Gestalt und
Ausdruck, wundervoll und äußerst grazil machte sie den
inneren Wandel
von der naiven Watschelente zur gefeierten Broadwaytänzerin nach
außen
sichtbar. Die Reise führte die beiden durch Europa, den Urwald und
über
den großen Teich bis nach Hollywood, bevor sie an ihr Ziel New
York
kamen.
Die Musiker von "Quint Olé" untermalten das Geschehen mit
klassischen
und modernen Musikstücken aus L. Berios "Opus Number Zoo",
Sherman/Köhlers "Das Dschungelbuch", J.H. Mancinis "Pink Panther",
N.
Rimsky-Korsakows "Der Hummelflug" und natürlich auch aus S.
Prokofieffs
"Peter und der Wolf". Zu jeder Zeit waren sie in das Stück
integriert,
sie imitierten Tiere des Dschungels und ließen sie durch ihr
Spiel
bedrohlich wirken, sie sorgten für aufbrausende Winde auf hoher
See und
brachten dadurch das Schiff mächtig ins Wanken. Gleichzeitig
forderten
sie auch immer wieder die von der Handlung gebannten Kinder auf, sie zu
unterstützen und bezogen sie aktiv in das Geschehen mit ein. So
durften
sie auch hautnah die Begegnung mit Pink Panther in New York miterleben,
sie schnipsten mit den Fingern und gaben der berühmten schwarzen
Katze
so den perfekten Takt für ihren Tanz vor. Freilich eroberte
Josephine
mit ihren Auftritten am Broadway im Sturm die Herzen des Publikums,
ebenso wie sie sich in Münsingen der Begeisterung ihrer kleinen
Zuschauer sicher sein konnte.
Mit großem Applaus, lauten Pfiffen und Jubelschreien wurden nicht
nur
die beiden Schauspiel- und Tanzakteurinnen auf der Bühne belohnt,
sondern auch das mit Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
besetzte
Quintett, das für einen wahren Hörgenuss und ein umfassendes
Kunsterlebnis sorgte. Veranstalter war die Gesellschaft der
Musikfreunde Münsingen.
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