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Hardt Stompers

Konzertprogramm




Farblich passend zum Silbernen Jubiläum schimmert das Haupthaar der Hardt Stompers aus Reutlingen, nicht zuletzt dank mancher durchspielten Nächte und bisweilen schräger Töne, welche von deren Verursachern kurzerhand zu „Blue Notes“ erhoben wurden.

Eigentlich würden sie am liebsten die Zeit in die „Roaring Twenties“ zurückdrehen, damals als sich im Süden der USA der „New Orleans Jazz“ aus volkstümlichen, erdig-rauen Tönen formte. Oder später, als in Chicago, San Francisco und New York der Sound von Blues, Dixieland und Swing die Herzen, Grammofone und Tanzböden eroberte.

Dass die Hardt Stompers heute wie vor 30 Jahren, zwar gereift aber immer noch launig-munter zu hören sind, liegt an der gemeinsamen Freude, sowohl unvergängliche „Jazz-Evergreens“ als auch weniger bekannte - aber vielleicht deswegen besonders hörenswerte - Arrangements zu interpretieren.

Wenn das Publikum beginnt mitzuwippen und die vermeintlichen Kratzer alter Schellacks zu hören, dann gibt's „Jazz pur“ von den jung gebliebenen Hardt Stompers, einer der führenden Oldtime Formationen des süddeutschen Raumes.



Das lyrische Kornett von Günter Friedhelm erinnert an King Oliver und Bunk Johnson mit der Vorliebe auch für die leiseren Töne; seine sonore Stimme verleiht den gesungenen Titeln einen eigenen Reiz.

Klangkontraste bringt die kraftvolle Tailgate-Posaune von Walter Scherer, auf dessen stimmliche Präsens die Gruppe bei Ansagen und Gesangsnummern stets gerne zurückgreift und der vor allem eines kann, was die meisten nicht können: er schreibt pfiffige Arrangements für die Band.

An der Klarinette und am Saxophon komplettiert Manfred Schütt die Frontlinie durch seine einfallsreiche und dabei immer jazzige Improvisationskunst. Prägend für den Sound der Band ist die pulsierende Rhythmusgruppe.

Karl-Hermann Geiger brilliert mit entspannt-lässigen Snare-Drum-Wirbeln und verleiht der Musik den ansteckenden Drive.

Das von Hans-Dieter Korger gespielte Banjo setzt bei aller Wahrung einer banddienlichen Rhythmusarbeit doch ganz individuelle Nuancen und trägt so zu dem unverwechselbaren Gesamtsound bei.

Für das Bassfundament sorgt Karl-Otto Schmidt mit kräftigen Akzenten und perlenden Klangfolgen auf der Tuba bzw. dem Susaphon.
Freier Eintritt.
Spenden zu Gunsten von "Schulprojekt Brasil" erbeten.

© Hermann Bohn
Letzte Änderung: 19.01.2010
Quelle: www.hardt-stompers.de