Liederduo-Abend "Glück ohne Ruh, Liebe bist du..."

Henriette Gödde

„Jetzt müssen wir uns Namen wie den von Henriette Gödde merken“ (RBB Inforadio )

Die Altistin Henriette Gödde wurde kürzlich mit dem 1. Preis des 17. Internationalen Robert Schumann- Wettbewerb ausgezeichnet. Sie wird im November mit Mahlers Kindertotenliedern zu hören sein, ihr Debüt am Deutschen Nationaltheater Weimar geben und Bachs Weihnachtsoratorium im Gewandhaus Leipzig und in der Liederhalle Stuttgart singen. An der Oper Leipzig debütiert sie als Erda in Wagners Rheingold und bei den Dresdner Musikfestspielen ist sie in Mendelssohns Elias zu hören. Wie schön dass sie ihre Zuneigung zum Lied nicht hintanstellt, sondern sich von der Münsinger Pianistin Katharina Schlenker mit einem wunderschönen Schubert-Wolf-Strauß-Programm in die Zehntscheuer locken lässt!

Henriette Gödde studierte an der Universität der Künste Berlin Schulmusik, im Anschluss daran Gesang an der Musikhochschule Dresden bei Christiane Junghanns und Olaf Bär. Wesentliche Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Gernhild Romberger, Ingeborg Danz, Christa Ludwig, Gerold Huber und Helmut Deutsch.

Katharina Schlenker

 „..die Pianistin…mit feinfühliger gestalterischer Kraft und passionierter Hingabe.“ (Südwestpresse )

Katharina Schlenker studierte bei Friedemann Rieger, Konrad Elser, Grigory Gruzman, Karl-Peter Kammerlander und Cornelis Witthoefft in Lübeck, Weimar und Stuttgart mit Meisterkursen u.a. bei Bernd Glemser, dem Trio Jean Paul und dem Auryn Quartett.

Für ihre rege Auseinandersetzung mit dem Genre Lied und Interpretationen des breit gefächerten einschlägigen Repertoires wurde jede der beiden Künstlerinnen bereits mehrfach ausgezeichnet, so Henriette schon 2014 auch mit dem Liedpreis des DEBUT-Wettbewerbes und dem 2. Preis des 43. Bundeswettbewerbes Gesang und Katharina mit dem Sonderpreis für herausragende Liedbegleitung beim 21. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb 2014 in Pörtschach (AT).

Zum Programm

Poesie pur? Poesie gemischt! Schubertlieder wie Der Zwerg, Heimliches Lieben, Rastlose Liebe, Im Frühling: nicht nur bei ihm sehr viel Liebe… tragisch, komisch, heimlich! „Glück ohne Ruh, Liebe bist du…“ trifft den Liederabend ganz gut. Der Komponist Hugo Wolf, der geradezu rauschhaft in Schüben komponierte, fast ausscießlich Lieder und dann jeweils auf Gedichte eines Autors. Im Jahr 1888 galt seine ganze Bewunderung Eduard Mörike. So entstanden 53 Vertonungen von dessen Gedichten. Mit dem schwäbischen Dichter, mit seiner Originalität und seinem bizarren Humor, mit seiner geheimnisvollen Dämonie und seiner idyllischen Poesie scheint Hugo Wolf sich geistesverwandt gefühlt zu haben. Im großen Wurf hat er diese Gedichte vertont, mehr noch: hat wunderbare musikalische Nachdichtungen geschaffen. Drei Jahre vor dem 28-jährigen Hugo Wolf war auch der 21-jährige Richard Strauss auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen für eine zeitgemäße, der Jahrhundertwende zustrebende Lyrik. Wie bei einem apollinischen Genie seines Kalibers nicht anders zu erwarten, begann er seine Liedproduktion nicht mit still-poetischen Gesängen sondern mit einem Paukenschlag. Kaum ein Komponist dürfte einen so nachhaltig erfolgreichen Lieder-Erstling vorgelegt haben wie Strauss mit seinem Opus 10.