Evangelische Kirche Rietheim

Einweihung 23.10.1768

Seit 1561 hatten die Rietheimer obwohl  kirchliches Filial von Seeburg, eine eigene Kirche. Sie stand beim ehemaligen Friedhof im »Hegis«. 1768 wurde sie abgebrochen und im gleichen Jahr der Bau der heutigen Kirche angefangen "gegen den Widerstand der meisten Bürger". Man staunt, wie rasch der Neubau trotz der Widerstände fortschritt, denn schon am 23. Oktober 1768 konnte die neue Kirche eingeweiht und von Hw. Special Erbe aus Urach eingesegnet werden.
Bei näherer Untersuchung der 1999 durch den Orkan „Lothar“entstandenen Schäden zeigte sich, dass tragendes Gebälk und Böden verfault waren. Die Fundamente aus der Erbauerzeit wiesen erhebliche Schäden auf, Mauerwerk und Putz waren schadhaft, Dach und Turmziegel mussten erneuert werden. So wurde das gesamte Bauwerk vom Fundament bis zur Kirchturmspitze grundlegend renoviert. Sogar die Läuterichtung der Glocken wurde verändert, damit der Turm den Schwingungen der Glocken in Zukunft besser standhalten konnte.

Veranstaltungsinstrument

Orgelbaumeister Braun fand 1982 eine Windladeninschrift, die den Beweis erbrachte, dass der bekannte Orgelbaumeister Gruol der Jüngere  aus Bissingen/Teck 1848 die Rietheimer Orgel  gebaut hat. Da Meister Braun das Instrument nicht modernisiert sondern restauriert hat, blieb der historische Bestand unverändert: die einmanualige Schleifladenorgel ist in vollständig originalem Zustand erhalten geblieben.